Kundgebung vor „Zum Henker“ 14.01.2012

Nazis auf die Pelle rücken!Das Treptow-Köpenicker „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ veranstaltet am kommenden Samstag eine Kundgebung vor der Nazikneipe „Zum Henker“
Seit nunmehr fast drei Jahren existiert dieser rechte Szenetreff von überregionaler Bedeutung in der Brückenstraße 14. Immer wieder kommt es zu Übergriffen auf Andersdenkende. Am kommenden Samstag soll dort wieder eine Szeneveranstaltung, eine sog. „Bombenholocaustandachtsfeier“ abgehalten werden. Dagegen soll am Samstag mit einer Mahnwache demonstriert werden.

Wann: 14.01.2012 – 18.00 Uhr Wo: Direkt gegenüber vom „Henker“ (Brückenstraße 14)

Der Aufruf vom Bündnis:

*Unser Bezirk ist kein Ort für Holocaustverharmloser!*

Am Samstag, dem 14.Januar, soll im rechtsextremen Szenetreff „Zum Henker“ eine Veranstaltung stattfinden, die „Bombenholocaustandachtsfeier“ genannt wird.

Zum ersten Mal soll damit in unserem Bezirk der Holocaust verharmlost und relativiert werden.

Das ist eine unerträgliche Provokation. Diesen Skandal will unser Bündnis nicht schweigend hinnehmen, sondern sich entgegenstellen.

Den Völkermord an Millionen Juden in Zusammenhang mit der Bombardierung deutscher Städte zu bringen ist eine Verdrehung und Verkehrung historischer Tatsachen. Ursachen und Folgen der nationalsozialistischen Verbrechen kann man nicht aufrechnen oder gleichsetzen, um den Holocaust vergessen zu machen.

Wir rufen auf zu einer *Mahnwache am 14.Januar von 18 Uhr bis 19 Uhr* gegenüber der Gaststätte „Zum Henker“ in der Brückenstraße (neben dem Haus Brückenstraße 19).

Berlin, 11.1.2012

Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) [Schirmherr des Bündnisses]
Bezirksverordneter Hans Erxleben(Die Linke) [Sprecher des Bündnisses]

08.12.2011 // 20 Uhr // Projektraum Neukölln // Infoveranstaltung: Abschiebehaft auf dem Flughafen BBI verhindern! Abschiebeknast Grünau schließen!

08.12.2011 // 20 Uhr // Projektraum Neukölln // Hermannstrasse 48
Infoveranstaltung: Abschiebehaft auf dem Flughafen BBI verhindern! Abschiebeknast Grünau schließen!

Seit 1993 ist das Recht auf Asyl in Deutschland praktisch abgeschafft. Um 10.000 Abschiebungen pro Jahr sicherzustellen, wird massenhaft „polizeiliche Abschiebehaft“ angeordnet. Neben dem Abschiebeknast Berlin-Grünau, der 1994 eingerichtet wurde, soll nun im Transitbereich des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg-International (BBI) in Schönefeld eine weitere Haftanstalt gebaut werden.

Bei der Veranstaltung werden wir auf dieses Thema eingehen und die Hintergründe zu der Demo am 10.12.2011 zum Abschiebeknast erklären.

Außerdem gibt es letzte Infos zur Antifa-Demo am 10.12.2011 in Greifswald.

WICHTIG: Am 10.12. sammeln wir beim Tresen Spenden für die Inhaftierten im Abschiebeknast Köpenick. Gebraucht werde Geld für Anwält_innen, Handy- und Gesprächsguthaben, aber auch Bücher, Spiele und DVD’s (gerne auch in anderen Sprachen), um die Langweile zu überbrücken und nicht an den Bedingungen kaputt zu gehen.

check: http://chipini.blogsport.de // http://antifa-neukoelln.de.vu

Abschiebehaft auf dem Flughafen BBI verhindern! Abschiebeknast Grünau schließen! – Demonstration zum Abschiebeknast Grünau am 10. Dezember 2011

Seit 1993 ist das Recht auf Asyl in Deutschland praktisch abgeschafft. Um 10.000 Abschiebungen pro Jahr sicherzustellen, wird massenhaft „polizeiliche Abschiebehaft“ angeordnet. Neben dem Abschiebeknast Berlin-Grünau, der 1994 eingerichtet wurde, soll nun im Transitbereich
des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg-International (BBI) in Schönefeld eine weitere Haftanstalt gebaut werden. Unsere Demonstration am 10. Dezember richtet sich gegen das System der Abschiebehaft und gegen den Neubau auf dem BBI. Wir wollen uns mit einer großen Kundgebung vor dem Abschiebegefängnis Grünau mit den Inhaftierten solidarisieren.

Den kompletten Aufruf und Infos gibt es bei der Initiative gegen das Chipkartensystem!

Infoveranstaltung: Freitag, 2. Dezember 2011, 18 Uhr, K9 (Kinzigstr. 9) Veranstaltung zur Abschiebehaft und dem neuen Abschiebeknast auf dem BBI

Demonstration zum Abschiebeknast Grünau: Samstag, 10. Dezember 2011, 15 Uhr S-Bhf Spindlersfeld:
Mit: Krach und Musik gegen den Abschiebeknast, Grüße nach Drinnen und Draußen, Wunschdisco und Polit-Projektionen, Vokü und Getränke, Aktionen und Infos, Live-Act.

Geldspenden können überwiesen werden werden an:
Name: Flüchtlingsrat Berlin
Verwendungszweck: „In den Knast“
Kto. Nr.: 311 68 03
BLZ: 100 205 00 (Bank für Sozialwirtschaft)

Die Pogrome gegen Roma und Sinti stoppen! Antiziganistischer Hetze entgegentreten!

DEMO GEGEN DIE POGROME IN BULGARIEN UND TSCHECHIEN.
Donnerstag, 6.10.2011, 16 Uhr, Wilhelmstraße 44, Berlin-Mitte
(U-Bhf. Mohrenstraße)

„Zigeuner ins Gas!”, „Türken unters Messer!“ oder „Zigeuner zu Seife“ brüllen in diesen Tagen tausendene in den Straßen Bulgariens und Tschechienes. Seit rund zwei Wochen erleben bricht sich der tief verwurzelte Antiziganismus der örtlichen Mehrheitsbevölkerung in Pogromen gegen die Minderheit der Sinti und Roma Bahn. Brave Bürger, Nazis und Schaulustige veranstalten Demonstrationen mit Teilnehmer_innenzahlen im tausender Bereich, die regelmäßig in Hetzjagten auf vermeintliche Sinti und Roma oder Angriffe auf deren Häuser und Wohnungen münden. Es liegt nun an uns den öffentlichen Druck auf die aufzubauen, damit die Pogrome enden und keine Toten fordern. Darum: Am 6. Oktober auf die Straße gegen Antiziganismus und staatlichen Rassismus!

Die Demonstration geht zu den, in Berlin-Mitte ansässigen, Botschaften von Tschechien, Ungarn, Rumänien und Bulgarien sowie zur Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin.

Aufruf
Videos & Presse-Artikel
Facebook-Veranstaltung

WHAT THE FUCK – Gegen den Papstbesuch in Berlin

DER PAPST IN BERLIN? WHAT THE FUCK!
GEGEN ANTISEMITISMUS, SEXISMUS UND HOMOPHOBIE
22.9. / 23.9.2011

Am 22. September 2011 wird Joseph Aloisius Ratzinger Berlin besuchen. Das verdiente an sich keine große Aufmerksamkeit, wenn er nicht von vielen hundert Millionen Verblendeten als »Benedictus PP. XVI«, Stellvertreter eines übermenschlichen Wesens auf der Erde angesehen und verehrt würde. Der Papst als Oberhaupt der katholischen Kirche steht für ein erzreaktionäres Weltbild: Frauen sind aus Sicht des Katholizismus keine gleichwertigen Menschen, Lesben und Schwule werden als »Sünder « diffamiert. Die repressive Sexualmoral der
katholischen Kirche, wie das Verbot von Verhütungsmitteln, Kondomen und außerehelichem Sex, verursacht weltweit Leiden und Diskriminierung bis hin zu körperlicher Gewalt. Die Versöhnung mit Vertretern der Pius-Bruderschaft, die den Holocaust leugnen, im Jahr 2009 hat uns die antisemitischen Tendenzen des Papstes verdeutlicht. Wir halten nicht nur diese Auswüchse des Systems Katholizismus für problematisch. Eine Religion, die die höchste Autorität einem einzelnen Menschen, dem eine besonders intime Verbindung mit einem höheren Wesen zugeschrieben wird, zuspricht, ist mit emanzipatorischen Anliegen nicht zu vereinbaren. Wir wenden uns nicht nur gegen die absurden
moralischen Ansprüche des Papstes: Der Katholizismus stützt patriarchale Strukturen ebenso wie ein Herrschaftssystem, in dem der_die Einzelne sich gottesgläubig in sein_ihr Schicksal zu fügen hat – denn die Belohnung für Mühsal und Leid gebe es ja im Jenseits. Wir wollen eine
herrschaftsfreie Gesellschaft nicht erst im Paradies, sondern jetzt – und das bedeutet, sich unter anderem gegen Sexismus, Homophobie,
Transphobie, Antisemitismus, Rassismus zu wenden, gerade dann, wenn sie von einem »ehrwürdigen« alten Mann mit zu viel Macht
propagiert werden. Bis zur Verwirklichung der befreiten Gesellschaft ist es noch ein steiniger Weg, die katholische Kirche ist dabei jedoch
einer der größeren Brocken, die im Weg liegen. Wir nehmen den Besuch dieses Menschen also zum Anlass, unsere grundsätzliche Kritik
an Religion, an der katholischen Kirche im Speziellen und an diesem Papst im Besonderen Ausdruck zu verleihen und rufen hiermit dazu
auf, diese Kritik auf der Straße und bei den verschiedenen Veranstaltungen zu verdeutlichen. Als ob dies nicht genug wäre, behelligen uns
am Samstag vor dem Papstbesuch auch christliche Fundamentalist_Innen mit ihrem »1000 Kreuze Marsch« gegen Abtreibung und das
Selbstbestimmungsrecht von Frauen. Auch diesen Aufmarsch gilt es, aufzuhalten. und wie jedes Jahr, 1000 Kreuze in die Spree zu werfen.

FÜR DIE BEFREITE GESELLSCHAFT UND DIE EMANZIPATION DER INDIVIDUEN AUS ALL IHREN ZWÄNGEN!
Infos hier: WHAT THE FUCK


18.09. :: Nazis raus aus den Parlamenten!

Gegen den Wiedereinzug von Nazis in die Bezirksverordnetenversammlungen!
150 demonstrieren gegen NPD in Berlin-Köpenick

Am heutigen Wahlabend protestierten in Berlin-Köpenick rund 150 Antifaschist_innen gegen die NPD, ihrem rassistischen Wahlkampf und ihren Widereinzug in mehrere Berliner Bezirksparlamente.

Die Demonstration zog trotz des schlechten Wetters lautstark und kraftvoll durch den Kiez und endete vor der NPD-Zentrale in der Seelenbinderstraße 42, in der die NPD ihre Wahlparty durchführte. In Redebeiträgen wurden die Anwohner_innen über den rassistischen Wahlkampf der neonazistischen Partei aufgeklärt und aktuelle Zahlen der Auszählung bekannt gegeben.

Ein unverhältnismäßig großes Aufgebot der Polizei begleitete den Protest und nahm trotz des friedlichen Verlaufs zwei Teilnehmer_innen fest.

Tina Böhm, vom Antifaschistischen Bündnis Süd-Ost erklärt dazu: „Es ist skandalös, dass bei antifaschistischen Demonstrationen gegen die NPD-Zentrale solch ein martialisches Polizeiaufgebot aufgefahren wird und die Teilnehmer_innen schikaniert. Es entspricht jedoch der Praxis der Berliner Polizei, die täglich vor der NPD-Zentrale Objektschützer postiert, während im Bezirk linke und zivilgesellschaftliche Einrichtungen keinerlei Polizeischutz erhalten, obwohl sie regelmäßig von Neonazis angegriffen werden.“

Bilder bei Flickr

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Nazis auf die Pelle rücken!

Nazis auf die Pelle rücken! In Reaktion auf die zunehmende Nazigewalt in Berlin, organisieren sich Antifaschist_innen derzeit in der Kampagne „Nazis auf die Pelle rücken“ um den Widerstand gegen die Nazis selbst in die Hand zu nehmen. In diesem Rahmen fanden bereits Aktionen und Veranstaltungen statt (z.B. eine Demonstration mit 1000 Teilnehmer_innen durch Schöneweide), weitere sind geplant.

Um über die derzeitige Situation in vier Berliner Bezirken aufzuklären, wurden mehrere Flugblätter erstellt:
Die Bezirke Pankow, Lichtenberg und Neukölln findet ihr hier, Treptow-Köpenick auch hier:
Flugblatt TK

Weitere Informationen und Material gibt es auf der Kampagnenseite www.antifa-berlin.info

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11.08.2011 – Warum ist die katholische Kirche so weit nach rechts offen?

11.08.2011 – 20.00 Uhr – Projektraum H48

Warum ist die katholische Kirche so weit nach rechts offen?
Forschungsgruppe christlicher Fundamentalismus

Es ist kein Geheimnis, dass die katholische Kirche in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten eher authoritäre und antidemokratische Bewegungen und Regierungen unterstützte, als andere. Ebenso ist es bekannt, dass die katholische Kirche die Ansätze zu einer internen Demokratisierung, die mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) erstmals breit Fuß fassten, seitdem eher zurückgedrängt oder zumindest behindert hat. Gleichzeitig wurde die Theologie der Befreiung, die in den 1960er Jahren vor allem in Südamerika den Anspruch vetrat, dass die Kirche sich in sozialen Kämpfen auf Seite der Armen zu engagieren hätte, nahezu vollkommen ausgeschaltet. Obgleich es immer wieder engagierte Laienorganisationen gibt, die es ändern wollen, scheint die Gesamtorganisation katholische Kirche vor allem eine Stütze rechts-konservativer Organisationen und Bewegungen darzustellen. Diese Tendenz mag mit dem aktuellen Papst zugenommen haben, sie war aber auch schon vorher zu beobachten.

Dies zeigt sich auch in den internen Machtkämpfen. Einfluss haben und gewinnen vor allem Gruppen wie der Opus Dei, die Comunione e Liberazione oder die Intergrierte Katholische Gemeinde, die ein athoritäres Menschen- und Weltbild vertreten und die katholische Kirche zu einer kämpfenden und missionierenden Organisation entwickeln wollen, während solche Laienbewegungen wie „Wir sind Kirche“ oder Pro Concilio, die eine – auch immr kritisch zu bewertende – Erneuerung der Kirche anstreben, möglichst wenig Einfluss erhalten sollen, obgleich sich in diesen Bewegungen weit mehr Laien engagieren, als in den expizit authoritären Gruppen.

Allerdings: Diese internen Kämpfe um Deutungshoheit über die Aufgaben der katholischen Kirche und die Bedeutung der Kirchengeschichte sind keine rein internen Fragestellungen, sondern beeinflussen aufgrund der relativen Macht der Kirche die Möglichkeiten sozialer Bewegungen. Gleichzeitig beeinflussen sie gesellschaftliche Debatten.

Der Vortrag soll zeigen, dass die Skandale der letzten Jahre um die Aufnahme von Holocaustleugnern und authoritären Gruppierungen in die Kriche und die Protegierung eines solchen Denkens keine Ausnahmen darstellen, sondern in Übereinstimmung stehen mit der Politik der katholischen Kirche, wie sie vom jetzigen Papst, der im September 2011 Berlin besuchen wird, geführt wird. Warum ist die Kirche so weit nach rechts offen? Was für eine Gesellschaft strebt die Kirche da eigentlich an? Und: Ist dass alles noch witzig?

Antifa-Demo am 15. Juli 2011: Solidarität mit den Betroffenen von Neonazigewalt!

Demo gegen Nazi-Brandstifter in Südneukölln

In der Nacht vom 26. Zum 27.Juni gab es abermals Anschläge auf linke Einrichtungen und alternative Wohnprojekte, die man zweifelsfrei der Berliner Neonaziszene zuordnen kann. Am härtesten traf es das Jugendzentrum „Anton-Schmaus Haus“ des Jugendverbandes „Die Falken“ in Britz-Süd, das nach dem Brandanschlag erst mal geschlossen bleiben muss. Eine Nacht zuvor übernachtete dort noch eine Kindergruppe, der neonazistische Brandanschlag hätte somit in einer Katastrophe enden können.

Im Rahmen ihrer rassistischen „Ausländer raus“-Kampagne haben Berliner Neonazis Mitte Mai bei einem Aufmarschversuch am Mehringdamm in Kreuzberg mehrere Menschen darunter auch Migrant_innen schwer verletzt.

Die im Internet vom „Nationalen Widerstand Berlin“ (NW-B) aufgelisteten potentiellen Anschlagsziele werden von den Neonazis seit Ende 2009 regelmäßig attackiert. Das betrifft hauptsächlich Neukölln und Kreuzberg. Denkbar das auch Neuköllner/Rudower Jungnazis darin verwickelt sind.

Wir erinnern an die Molotwcocktailanschläge 2008 auf Häuser in Rudow in denen Familien mit Migrationshintergrund leben. 2 Rudower Neonazis sind dafür vom Berliner Landgericht zu einer mehrjährigen Haftstrafe wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung verurteilt worden. Einer von ihnen ist Robert Hardege der seit seiner Haftentlassung auf Bewährung auch wieder regelmäßig auf NPD-Veranstaltungen präsent ist.

Die Berliner Neonaziszene ist gut überschaubar, eigentlich kennen wir sie alle und in diesem Sinne:

Die Antifaschistische Selbsthilfe organisieren – Nazis auf die Pelle rücken – fight back !!!

Demo gegen Nazi-Brandstifter am Freitag 15.07.2011 in Berlin
Auftaktkundgebung 19.00 U-Bhf. Johannisthaler Chaussee (U7)

Flyer | Plakat

1000 Menschen demonstrierten in Berlin Treptow-Köpenick unter dem Motto “ Schöneweide ist unser Kiez“

Am Freitag, den 8. Juli demonstrierten rund 1000 Menschen gegen die Neueröffnung des Naziladen “Hexogen“ im Ortsteil Schöneweide in Treptow-Köpenick. Die Auftaktkundgebung begann um 18 Uhr auf dem Vorplatz des S-Bahnhofs Schöneweide. Etwas später setzte sich dann der Demonstrationszug unter dem Motto “Schöneweide ist unser Kiez! Nazistrukturen aufdecken und bekämpfen! Hexogen dichtmachten!“ in Bewegung und führte quer durch den Kiez von Niederschöneweide. Veranstaltet wurde die Demonstration von diversen Berliner Antifa-Gruppen und unterstützt von dem Bündnis für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick und mehreren Parteien und Politker_innen aus der Berliner Landespolitik.

An der Ecke Brückenstraße/Spreestraße wurde vor der zentralen Kneipe der organisierten Nazi-Szene Berlins “Zum Henker“ eine kurze Zwischenkundgebung durchgeführt. Von dieser Kneipe starteten in der Vergangenheit Nazis immer wieder organisierte und gewalttätige Angriffe auf missliebige Personen im Kiez. “Zum Henker“ ist der Stützpunkt für die organisierte Kameradschaftsszene Berlins und überlebt durch Ausschanks-Einnahmen aus diesem Umfeld und von NPD-Mitgliedern.
Wenige Hausnummern entfernt hat der Berliner Kameradschaftschef und stellvertretende NPD-Landesvorsitzende Sebastian Schmidtke in der Brückenstraße 9 nun den Laden “Hexogen“ eröffnet (in dem Nazi-Kleidung und –CDs und auch Waffen verkauft werden). Beide Lokalitäten sind eng mit einander verknüpft. Es wird versucht Schöneweide zu einer Nazi-Hochburg ausbauen. Vor dem “Hexogen“ fand kurze Zeit später die zweite Zwischenkundgebung statt.
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