Archiv der Kategorie 'Artikel'

uffmucken#3

KONZERT FÜR ALTERNATIVE JUGENDKULTUR UND GEGEN RASSISTISCHE HETZE IN SCHÖNEWEIDE UND ANDERSWO

6. SEPTEMBER 2014
17 UHR
JUGENDSCHIFF REMILI / AM KAISERSTEG
(NÄHE S-BHF SCHÖNEWEIDE)

liveonstage
FILOU ROUGE (berlin boom orchestra)
GRADEAUS (punkrock)
BLAST INJURY (metalcore)

KOST NIX
AUSSERDEM GIBT’S VEGANE VOKÜ VON [CHILI-TK]

Um den bestehenden Neonazi-Strukturen in Schöneweide etwas entgegenzusetzen, hat sich vor einiger Zeit die Initiative Uffmucken gegründet. Dafür haben sich alternative Jugendliche und verschiedenste Initiativen mit dem Ziel zusammengeschlossen, durch eine bunte und lebendige (Gegen-)Kultur dem braunen Treiben und alltäglichen Rassismus auf der Straße ein Ende zu bereiten. Erfolg des öffentlichen Drucks: Im Frühjahr 2014 mussten das Neonazigeschäft „Hexogen“) die rechte Kneipe „Zum Henker“ in der Brückenstraße schließen.
Nun engagiert sich Uffmucken auch verstärkt gegen Rassismus im Zusammenhang mit der Eröffnung von Sammelunterkünften für Geflüchtete in Treptow-Köpenick. Rassistischer Ausgrenzung und menschenverachtender Hetze setzen wir ein tolerantes und respektvolles Miteinander entgegen. Wir protestieren, wenn Rassist*innen und Neonazis gegen Geflüchtete hetzen und werden rassistische Gewalt nicht dulden. Aber auch dann, wenn Menschen im Zuge einer rassistischen staatlichen Asylpraxis abgeschoben werden, diskriminierende Polizeikontrollen über sich ergehen lassen müssen oder ihnen die grundlegendsten Bedürfnisse verweigert werden, gehen wir auf die Straße.
UFFMUCKEN will verändern.
Hier und Jetzt. Unser Ziel ist ein schönes Leben für Alle.

UFFMUCKEN#3
6. SEPTEMBER 2014
17 UHR
JUGENDSCHIFF REMILI / AM KAISERSTEG
(NÄHE S-BHF SCHÖNEWEIDE)

Wenn Ihr auch Null Bock auf Nazis habt und mit kreativen Aktionen eine antifaschistische und antirassistische Kultur in im Bezirk verankern wollt, dann zögert nicht: Macht mit und meldet euch bei uns!

Email: info[ät]uffmucken-schoeneweide.de
Facebook: facebook.com/Uffmucken
Internet: uffmucken-schoeneweide.de

AdlershofAktuell informiert über neue Flüchtlingsunterkunft

Antirassistische Massenzeitung für Adlershof erschienen – Tausende Haushalte im Ortsteil beliefert

Adlershof Aktuell In der vergangenen Woche ist „AdlershofAktuell – Zeitschrift für Veränderung“ in einer Auflage von 19.000 Stück als Beilage im Berliner Abendblatt erschienen und erreichte somit tausende Haushalte und Menschen in Adlershof. AdlershofAktuell möchte über die Geflüchteten, ihre Lebensbedingungen und die rassistische Hetze informieren sowie Möglichkeiten aufzeigen sich für eine Willkommenskultur und gegen Rassismus zu engagieren. Praktische Tipps und Hilfestellungen sollen es erleichtern, selbst oder mit anderen aktiv zu werden. Denn viele Adlershofer*innen treten für ein solidarisches Miteinander ein und heißen die vor Krieg, Hunger und Vertreibung Geflüchteten Willkommen. Zeigen wir zusammen, dass Rassismus in Adlershof keinen Platz hat!

Zukünftig wird die Zeitung auch bei unterschiedlichsten Veranstaltungen und Einrichtungen im Bezirk ausliegen. Bei Interesse kann auch einfach eine Mail an uns geschrieben werden. Online kann sie hier heruntergeladen werden.

Kundgebung in Berlin-Adlershof: Amt gegen Solidarität mit Flüchtlingen – Nazis und Rassisten aktiv gegen neue Unterkunft

Mittwoch, den 4. Juni um 17 Uhr an der Willkommenskundgebung am Platz der Befreiung (am S-Bahnhof Berlin-Adlershof)
Solidarität mit Geflüchteten! Rassismus bekämpfen!

Rassistischer Angriff in der Nacht zu Samstag +++ Solidarität mit Geflüchteten von Amts wegen nicht gewollt +++
Neonazis mobilisieren zu Störaktionen gegen verschobene Willkommenskundgebung +++ Geflüchteten-Unterkunft schon vor Bezug unter Polizeischutz

Asylunterkunft RadickestraßeIn der Nacht von Freitag zu Samstag wurde ein Mann aus Ungarn Opfer eines rassistischen Angriffs in der Adlershofer Dörpfeldstraße. Er wurde von drei Personen erst rassistisch beschimpft und dann mit Flaschen beworfen. Anschließend sprangen sie ihm in den Rücken und traten und schlugen auf den am Boden liegenden Mann ein. Er musste danach im Krankenhaus behandelt werden.

Diese Tat reiht sich in die rassistische Stimmungsmache der letzten zwei Jahre ein. Neonazis und andere Rassist_innen verbreiten ihre Hetze gegen alle Menschen, die nach ihrer Ansicht nicht „deutsch“ seien. Besonders davon betroffen waren in diesem Zeitraum Geflüchtete. Es kam zu rassistischen Angriffen gegen Sammelunterkünfte, wie beispielsweise in Waßmannsdorf und Hellersdorf oder vor einem Monat in Köpenick sogar zu einem Brandanschlag. Zudem verbreiten Neonazis im Internet und auf unzähligen Kundgebungen ihren Hass gegen Geflüchtete. Unterstützung erhielten sie dabei immer wieder von einem rassistischen Bürger_innen-Mob, der vor Sammelunterkünften Geflüchtete bedrohte, wie beispielsweise in Köpenick oder in Hellersdorf. (mehr…)

30.11.2013 – Soli-Party „Gemeinsam gegen Nazis“

Soli-Party „Was denkt ihr, was das alles gekostet hat?“ Am 30. April dieses Jahres haben über 4.000 Menschen an der größten Antifa-Demo teilgenommen, die es jemals in Berlin-Schöneweide gab. Anschließend feierten Tausende bis in die späten Abendstunden bei einem fetten Open Air-Konzert ausgelassen und setzten ein Zeichen gegen Nazistrukturen und Alltagsrassismus. Weil das Ganze dann aber doch mehr gekostet hat, als unsere Portokasse hergibt, laden wir euch zur großen Soli-Feierei ein. An den Plattentellern: DJane Karacho Rabaukin (Klub Balkanska), DJ K.Atze (Pop, Trash, Alltimes), NoPopNoStyle (Best Pop Ever)

Soliparty für die Kampagne „Gemeinsam gegen Nazis“.
30.11.2013, Einlass 22:00 Uhr, K9 (Kinzigstraße 9, U5 Samariter Straße)

Hans-Joachim Heidelberg – vor 20 Jahren von Nazis ermordet! Kein Vergeben – Kein Vergessen!

Gedenkkundgebung
24. Oktober 2013 – 18 Uhr – S-Bhf. Schöneweide

Am frühen Morgen des 24. Oktober 1993 wird Hans-Joachim Heidelberg auf dem Vorplatz des S-Bahnhofs Berlin-Schöneweide ermordet. Die Täter: Nazis, die den 28 Jahre alten Mann mit ihren Springerstiefeln niedertreten und regungslos am Boden liegen lassen. Das Motiv: Hans-Joachim Heidelberg hatte eine sogenannte geistige Behinderung. Vermutlich musste er sterben, weil die Täter sein Leben für „lebensunwert“ hielten. Es wurde ermittelt, aber eine genaue Rekonstruktion der Tat war nicht möglich. Tatverdächtige Jugendliche wurden laufen gelassen. Bis heute konnten keine Täter ermittelt werden.

Doch schon damals wussten Antifaschist_innen und engagierte Bürger_innen, dass die Mordtat auf das Konto von Nazis geht: Anfang der 1990er Jahre, kurz nach der „Wende“, häuften sich Morde an Migrant_innen, Linken, Wohnungslosen und Punks in den Neuen und Alten Bundesländern. Auch Menschen mit sogenannter Behinderung gerieten ins Raster von Nazis. Trotzdem ist die Feindschaft gegenüber Menschen mit sogenannter Behinderungen (auch: Ableism) bis heute ein kaum wahrgenommenes Tatmotiv. Deutlich zeigt sich dieser Umstand in den Ermittlungen von Behörden und in den Statistiken über neonazistische Gewalt. Dabei liegt auf der Hand, dass Hans-Joachim Heidelberg sterben sollte, weil er in den Augen der Täter „anders“ war. Gesellschaftlich ist die Diskriminierung gegenüber Menschen mit sogenannter Behinderung fest verankert. Das Bild von Behinderung als schlimmes Schicksal trägt dazu bei, das nicht der Mensch als individuelle Persönlichkeit wahrgenommen, sondern „der arme hilflose Behinderte“ gesehen wird, was zwangsläufig zu Bevormundung und Dominanz führt. Dazu kommen die vielen Barrieren die Menschen mit sogenannter Behinderung täglich ausgesetzt sind und ihnen eine gesellschaftliche Teilhabe am Leben verunmöglichen. Die Hauptprobleme von Menschen mit sogenannter Behinderung sind somit nicht in den individuellen Beeinträchtigung zu suchen, sondern in den ausgrenzenden, gesellschaftlichen Bedingungen, dem eingeschränkten Zugang zur gesellschaftlicher Teilhabe und massiven Vorurteilen ihnen gegenüber. Ausgrenzung zeigt sich dort, wo der Wer eines Menschen danach beurteilt wird, was er_sie „kann“ oder „nicht kann“. Aus diesem Nährboden speist sich die Ideologie von Nazis. Mit der Vorstellung von einer angeblichen Heerenrasse werden Menschen nach Verwertbarkeit sortiert. Dieser Dominanzgedanke einhergehend mit einer Einordnung von Menschen nach Nutzbarkeit fängt bei verbaler Diskriminierung an und steigert sich wie bei Hans-Joachim Heidelberg in Gewalttaten bis hin zum Mord.

Der Staat erkennt die meisten (Todes-)Opfer rassistischer, antisemitischer, homophober oder eben behindertenfeindlicher Gewalt nicht an, weil die politische Tatmotivation und die Perspektive weder in den polizeilichen Ermittlungen noch vor Gericht eine Rolle spielen. Während die offizielle Statistik der Bundesrepublik für den Zeitraum 1990 bis 2011 gerade einmal 60 Todesopfer rechter Gewalt zählt, listet die Amadeu Antonio Stiftung (AAS) für den gleichen Zeitraum 184 Opfer auf. Hans Joachim Heidelberg könnte ein weiterer Name auf der Liste sein.

Der Tatort: Bis heute ist Schöneweide ein gefährliches Pflaster für alle Menschen, die nicht ins Raster der Nazis passen. Bereits seit Anfang der 1990er Jahre treiben neonazistische Parteien und „Kameradschaften“ hier ihr Unwesen. Der Kiez ist „Hochburg“ und Treffort der Berliner Neonaziszene geworden. Seitdem antifaschistische Gruppen die Ausmaße neonazistischer Umtriebe in Schöneweide in der Broschüre „Die Braune Straße von Berlin“ offenlegten, kommt der Kiez aus den Schlagzeilen nicht mehr heraus. Mit der Kneipe „Zum Henker“ und dem Naziladen „Hexogen“ verfügen die Rechten über zwei zentrale Eckpfeiler der regionalen Szene. Sebastian Schmidtke, Betreiber des „Hexogen“, gilt als die zentrale Figur in der „Szene“. Er ist Chef der Berliner NPD und mutmaßlicher Kopf des Neonazinetzwerk „Nationaler Widerstand Berlin“ (NW-Berlin). Auf das Konto der NW-Mitglieder gehen diverse Straf- und Gewalttaten, die sich gegen Antifaschist_innen, Migrant_innen und andere richten.

Wir erinnern an Hans-Joachim Heidelberg und die grausame Tat vor 20 Jahren.
Wir solidarisieren uns mit allen Betroffenen rechter und rassistischer Gewalt.
Wir fordern die Anerkennung von Hans-Joachim Heidelberg als Opfer rechter und behindertenfeindlicher Gewalt und die Nennung in der Statistik der Amadeu Antonio Stiftung.
Wir fordern die grundsätzliche Überprüfung aller Morde seit 1990, die vom Staat bis heute nicht als politisch motiviert anerkannt werden!
Kein Vergeben! Kein Vergessen!

Gedenkkundgebung

Hans-Joachim Heidelberg – vor 20 Jahren von Nazis ermordet! Kein Vergeben – Kein Vergessen!

24. Oktober 2013 – 18 Uhr – S-Bhf. Schöneweide

Eine Brandstiftung in Bohnsdorf und ein Mord in Baumschulenweg – Ist Rassismus das Motiv?

In einem neugebauten Wohnhaus einer Familie wurde kurz vor der Fertigstellung am 16. Mai 2013 ein Feuer gelegt. Zum Glück war das Haus zur Tatzeit noch nicht bewohnbar, so dass niemand körperlich zu Schaden kam. Es entstand jedoch ein enormer Sachschaden von über 200.000€, der die Familie in ihrer Existenz bedroht, denn die Baustelle war nicht gegen Brandanschläge versichert. Ein rassistisches Motiv muss in Erwägung gezogen werden, da die Familie, die das Haus baute, aus dem Irak kommt. Der heute 53-jährige Raad J. war vor rund zwölf Jahren, kurz vor dem Beginn des Irakkriegs, nach Berlin geflohen. Vier Jahre später folgte seine Familie. Seitdem arbeiteten sie in Berlin und sparten ihr Geld für ihr Eigenheim, dass nun durch einen Brandanschlag zerstört wurde.

Der Berliner Kurier zitiert einen Polizisten: „Das hier war kein Unfall oder technischer Defekt. Hier wurde im ganzen Haus Benzin verschüttet und angezündet.“ Schon zwei Wochen zuvor wurden Werkzeuge und Baumaterial von der Baustelle gestohlen. Die Polizei ermittelt nun „in alle Richtungen“. Ob die Polizei allerdings auch Neonazis und Rassist_innen als Tatverdächtige überprüft, darf nach den Ermittlungen zum NSU bezweifelt werden. Zumal sich Politiker_innen mittlerweile gegenseitig bestätigen, dass im Bezug auf den NSU„kein Versagen der deutschen Sicherheitsbehörden“ vorgelegen habe. Der behördeninterne Rassismus wird einfach zu singulären „Behördenpannen“ verniedlicht. Das bedeutet dann offenbar auch: Alles wie gehabt, einfach weiter wie bisher.

So auch im Mordfall an Soljo Delic? Dieser wurde in Baumschulenweg Ende April in seinem Juweliergeschäft ermordet. Der Schmuckhändler (aus Bosnien migriert) wurde mit zwei gezielten Schüssen in Kopf und Brust erschossen. Opferwahl und Vorgehen erinnern stark an die Morde, die durch den NSU verübt wurden. Besonders auffällig ist die Tatsache, dass alle Zeitungen übereinstimmend berichteten, dass es keine Anzeichen für einen Raubmord gibt, da das Schmuckgeschäft nicht durchwühlt wurde. Auch hier bezweifeln wir, dass die Polizei nicht vorurteilsfrei ermitteln wird. Vermutlich wird zunächst die Familie und das Umfeld des Opfers ins Visier der Ermittler geraten, bevor ein rassistisches Motiv überhaupt in Betracht gezogen wird, obwohl dies eine Konsequenz aus den Ermittlungsfehlern im Fall NSU sein müsste.

Wir solidarisieren uns mit allen Betroffenen rassistischer Gewalt und fordern, dass Rassismus bei allen Angriffen auf People of Color als Tatmotiv in Betracht gezogen wird.

Neonazikonzert in Berlin-Schöneweide – Verbindungen zum NSU nachgewiesen

Am 25. Mai wird die Neonaziband „Limited Booze Boys“ in den Vereinsräumen des Rockerclubs Gremium MC „Dark7side“ in Berlin spielen. Das in der Edisonstraße 63 in den Spreehöfen (Ortsteil Oberschöneweide) residierende Chapter des international agierenden Rockerclubs Gremium MC wurde von Neonazis gegründet und ist seit vielen Jahren ein rechtes Sammelbecken.

Der Band „Limited Booze Boys“, die 1999 im thüringischen Stadtroda gegründet wurde, gehört der Neonazi Henning Haydt an, gegen den die Polizei seit 1995 immer wieder wegen Sprengstoffdelikten ermittelte. Bei einer Hausdurchsuchung im Juni 1997 fand die Polizei neben einer mit Schrauben und Nägeln gefüllten Rohrbombe einen Atlas, in dem Orte mit Hakenkreuzen oder Davidsternen markiert waren. Die Markierungen bezogen sich geografisch überwiegend auf KZ-Gedenkstätten in Deutschland. Der Schluss liegt nahe, dass Haydt Anschläge auf diese Orte plante. Kurz zuvor wurde vor dem Jenaer Theater eine Kofferbombe gefunden. Der Koffer war rot lackiert und mit schwarzen Hakenkreuzen auf weißem runden Grund versehen. Hier ermittelte die Staatsanwaltschaft nicht nur gegen den Leadgitarristen der „Limited Booze Boys“ Haydt, sondern auch gegen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe. 1998 tauchte das sog. Terrortrio unter. Haydt spielte ab 1999 bei den „Limited Booze Boys“. Die anderen Bandmitglieder haben mit Haydts neonazistischer Gesinnung kein Problem. So wurde er auf der ehemaligen Bandwebseite im Jahr 2004 sogar als „kurzhaariger Bombenbastler“ betitelt. Kritiker_innen droht man schon mal mit Anzeige. Sämtliche Vorwürfe seien „absolut haltlos“ (Stellungnahme auf der Homepage). Die Band tritt seit etlichen Jahren bei Metal-Festivals und Feiern von Rockerclubs in ganz Deutschland auf, so auch am 25. Mai bei der 11-Jahresfeier im „Dark7side“. (mehr…)

28.02.2013 Kundgebung: Keine Geschäfte mit Nazis. „Zum Henker“ kündigen – jetzt sofort!

Seit nunmehr vier Jahren besteht im Ortsteil Schöneweide in Treptow-Köpenick die Kneipe „Zum Henker“. Diese Kneipe wird von dem Londoner Neonazi Paul Barrington betrieben. Die Kneipe liegt in der Brückenstraße 14 und bieten knapp 100 Gästen Platz. Regelmäßig finden dort Kameradschaftsabende, Rechtsrockkonzerte und Naziveranstaltungen statt. Seit der Eröffnung der Kneipe am 28. Februar 2009 häufen sich in der Umgebung der Kneipe Übergriffe und Anschläge. Außerdem haben die Nazis dort massiv ihre Infrastruktur ausgebaut. In direkter Nähe zur Brückenstraße verfügen sie über knapp neun Geschäfte. Zudem leben immer mehr organisierte Nazis im Bezirk.

Seit der Eröffnung der Kneipe „Zum Henker“ gab es immer wieder Proteste durch die AnwohnerInnen, lokale Zivilgesellschaft und AntifaschistInnen. Zudem wurde auch Protest an den Vermieter der Räumlichkeiten, die F&M Mietgesellschaft, gerichtet und dieser aufgefordert den Nazis zu kündigen, wie es die Vermieter anderer Nazi-Läden wie z.B. der Lückstraße 58 (Lichtenberg) und des Hexogen (Schöneweide) vorgemacht haben. Trotz all dieser Proteste weigert sich der Vermieter bis heute zu handeln. Durch diese Weigerung den Nazis zu kündigen, trägt die F&M Mietgesellschaft erhebliche Mitschuld daran, dass die Nazis in Schöneweide ihre Strukturen immer weiter ausbauen können. Vor allem aber auch für die Einschüchterungen und Angriffe im Umfeld der Kneipe hat die F&M Mietgesellschaft durch ihre Verhalten direkte Verantwortung.

Nun jährt sich das vierjährige Bestehen der Kneipe. Wir möchten sicherstellen, dass es der letzte Geburtstag der Kneipe „Zum Henker“ wird! Um den Druck auf den Vermieter zu erhöhen, findet am 28. Februar 2013 um 12 Uhr eine Protestkundgebung vor den Geschäftsräumen der Immobiliengesellschaft statt. Wir fordern eine fristlose Kündigung des Mietverhältnisses zwischen der F&M Mietgesellschaft und „Zum Henker“ sowie die Zusicherung durch F&M den Vertrag nicht weiter zu verlängern. Wir tolerieren keine Geschäfte mit Nazis.

Donnerstag, 28. Februar 2013 // 12 Uhr // Friedrichstraße 235 (U-Bhf Hallesches Tor)
Kundgebung gegen Vermieter von „Zum Henker

Aktuelle Infos gibt’s hier!

Werdet aktiv! Keine Geschäfte mit Nazis. „Zum Henker“ kündigen – jetzt sofort!

30.04.2013 Antifa-Demo und Konzert

Antifaschistische Demo + Open Air Konzert
30.04.2013 Berlin – Schöneweide

In Berlin-Schöneweide hat sich die Neonaziszene seit einigen Jahren festgesetzt. Der Kiez ist „Hochburg“ und Treffort der Berliner Neonaziszene, aber auch bundesweit agierender Kader geworden. Seitdem antifaschistische Gruppen die Ausmaße neonazistischer Umtriebe in Schöneweide in der Broschüre „Die Braune Straße von Berlin“ offenlegten, kommt der Kiez aus den Schlagzeilen nicht mehr heraus. Mit der Kneipe „Zum Henker“ und dem Naziladen „Hexogen“ verfügen die Rechten zudem über zwei zentrale Eckpfeiler der regionalen Szene.

Übergriffe auf Migrant_innen, Nicht-Weiße, alternative Jugendliche und Linke müssen durch offensives Eingreifen verhindert werden. So hätte auch eine rassistische Attacke vor der Kneipe „Zum Eisenbahner“ im September 2012 verhindert werden können. Dabei wurde ein schwarzer Mann aus der Kneipe heraus mit Gläsern beworfen. Alltagsrassismus und die Verharmlosung des Neonaziproblems sind in der Bevölkerung weit verbreitet und müssen thematisiert und bekämpft werden. Als positive Beispiele der solidarischen Hilfe sind einige Imbiss-Mitarbeiter zu nennen, die einen Mann vor der Gewalt von Neonazis schützten, sowie die Menschen, die mit kreativen Aktionen gegen rechte Tendenzen vorgehen.

Doch das reicht noch nicht! Mit einer großen, kraftvollen Demonstration und einem Konzert am 30. April, kurz bevor die Neonazis am 1. Mai versuchen wollen, in Schöneweide aufzumarschieren, gehen wir in die Offensive! Gemeinsam mit allen solidarischen Menschen wollen wir den neonazistischen Hegemoniebestrebungen sowie dem alltäglichen Rassismus eine antifaschistische Kultur entgegen setzen!
Das Ziel ist klar: Gemeinsam gegen Nazis!

Große Demonstration mit anschließendem Open Air Konzert.
30.04.2013 – 17:00 Uhr S-Bhf. Schöneweide

Live on Stage: Irie Révoltés + ZSK + Atari Teenage Riot DJ Set + Berlin Boom Orchestra

08. September – Uffsatteln gegen Nazis!

Fahrradtour gegen Nazistrukturen und Rassismus in Schöneweide und Köpenick!
Samstag, 8. September 2012
um 15 Uhr
S-Bhf. Berlin-Schöneweide/ Cajamarcaplatz

Good Night White PrideSeitdem Ende letzten Jahres antifaschistische Gruppen die Ausmaße neonazistischer Umtriebe in Schöneweide offenlegten, kommt der Kiez aus den Schlagzeilen nicht mehr heraus. Die Brückenstraße zwischen S-Bahnhof und Treskowbrücke ist zum Synonym für das Streben der Naziszene nach Vorherrschaft auf der Straße und in den Kiezen geworden.
(mehr…)